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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grundbuchauszug kostenlos?????


yeolino
10.11.2008, 22:42
Ich habe einen geilen Lostplace gefunden. Um Umstände aus dem Weg zu gehen möchte ich die Besitzverhältnisse klären. Auf doris.ooe.gv.at ist das Grundstück unter begrünte Baufläche verzeichnet. Es steht aber eine tolle Bauruine drauf.

Gibt es eine andere Möglichkeit als eventuell ca. Eur 15,- (für Grundbuchauszug) in den Sand zu setzen falls sich alles als Niete heraus stellt?

Im weiten Umkreis befinden sich keine anderen Gebäude bzw. Nachbarn um diese zu Fragen. Gemeinde Amt etc. mit vielen neugierigen Fragen wird mir möglicherweise nicht erspart bleiben, falls ihr keine anderen Ideen habt.

Geo-Johnny
10.11.2008, 23:43
Hast Du keinen befreundeten Rechtsanwalt? Er könnte Dir einen Grundbuchauszug besorgen.
Andererseits ist es vielleicht gar nicht nötig. Sag am Gemeindeamt, das Du Dich für das Grundstück interessierst und gerne gewußt hättest, wie Du Dich mit dem Besitzer in Verbindung setzen könntest.

Achja, und oft weiß der örtliche Pfarrer mehr als das Gemeindeamt. ;)

theplank
11.11.2008, 08:14
solltest du zum pfarrer gehen, gib mir bescheid und ich borge dir
vorsorglich das blasphemietascherl, sicher ist sicher ...

ime
11.11.2008, 08:25
Der Grundbuchsauszug ist oft wesentlich billiger (um die 2 EUR, wenn er kurz ist).
Ein Einblick in das Grundbuch beim nächsten Bezirksgericht ist gratis (wenn du ein rechtliches Interesse hast).

orotl
11.11.2008, 10:07
Ein Einblick in das Grundbuch beim nächsten Bezirksgericht ist gratis (wenn du ein rechtliches Interesse hast).
Was ja wohl gegeben ist ... wenn man eine Dose rechtens verstecken will :idea: :wink:

orotl

ime
11.11.2008, 10:43
Eh. Ich täts nur anders argumentieren.

yeolino
11.11.2008, 15:43
Vielen Dank an alle,...

Ihr habt mich auf eine Idee gebracht, ich habe tatsächlich eine befreundete Richterin, zwar am Landesgericht und nicht am Bezirksgericht aber mal schaun vielleicht kann sie da etwas machen.

Der Bebauungsplan lt. DORIS sieht langfristigt mitten durch die Bauruine eine Zufahrtsstrasse vor. Also dürfte an dem Gebäude kein interesse mehr bestehen. Nach dem ich aber keinen einfachen Tradi sondern einen schönen Multi vielleicht auch gruseligen Nachtcache legen möchte ist es mir ein anliegen, dass die Rahmenbedinungen passen.

Mal schauen vielleicht bringe ich etwas zu stande.

yeolino
11.11.2008, 15:45
blasphemietascherl
:shock: so etwas gibt es wirklich, was ist den da alles drinnen? ich könnte es schon des öftern vielleicht mal brauchen. 8)

yeolino
11.11.2008, 15:52
Eh. Ich täts nur anders argumentieren.

Für das Fragen des rechtmäßigen Besitzers muss ich mir noch so einiges zurechtlegen um auch sicher eine Erlaubnis zu bekommen.

Was würdet ihr tun, die ganze aber auch die ganze Wahrheit über Geocaching erzählen (wird bei so manchen Altbauern sicher schwer) oder soll ich bei der Übernachtungsmöglichkeit für die armen Pfadfinderkinder bleiben.

Gibt es hier schon Erfahrungswerte bzw. schön formulierte Erklärungen etc.?

ime
11.11.2008, 18:40
Ich bin grundsätzlich gegen Lostplace-Caches, kann dir also diesbezüglich keine Anleitung liefern. Ausserdem ist rechtlicher Rat oft teuer. :mrgreen:

SCNR,
ime

yeolino
11.11.2008, 19:11
Ich bin grundsätzlich gegen Lostplace-Caches

falls es "illegale Lostplace-Caches" sind kann ich das unterstützen, "legale" finde ich besonders toll falls der Cache eine passende Hintergrundgeschichte zum Ort,... hat und das ganze von der Örtlichkeit nicht zu gefährlich ist.

theplank
12.11.2008, 08:37
blasphemietascherl
:shock: so etwas gibt es wirklich, was ist den da alles drinnen? ich könnte es schon des öftern vielleicht mal brauchen. 8)

na die wichtigsten überlebensutensilien (http://arts-states.7to.de/gc-forum/viewtopic.php?t=1125&start=6) für kirchlich verseuchte gegenden halt, was denn sonst?

leider ist die webseite mit den informationen zum wundertätigen heilen von krampfadern
durch "gott erhalte unsern giftgaskaiser karl" tschari gegangen. ich werde versuchen
ersatz dafür zu finden, versprochen!

versprechen eingelöst:

Kanonisation: Der Bischof von Madeira und der spätere österreichische Bundespräsident
Miklas regten bald nach Karls Tod den Seligsprechungsprozess für den „frommen Mann”
und „Märtyrerkaiser für den Frieden seiner Völker” an; der Prozess wurde 1954 eröffnet,
2004 erfolgte die Seligsprechung, nachdem das dazu notwendige Wunder geprüft wurde:
eine aus Polen stammende, in Brasilien tätige Nonne habe in den siebziger Jahren für die
Seligsprechung Karls gebetet, woraufhin sie auf medizinisch nicht nachvollziehbare Weise
von ihren Krampfadern geheilt worden sei.

quelle: www.heiligenlexikon.de

Mogel
12.11.2008, 10:57
falls es "illegale Lostplace-Caches" sind, kann ich das unterstützen

Da es keine legalen Lost Places-Caches gibt, finde ich die illegalen besonders interessant, sofern man niemanden durch die Suche stört.

schuhhirsch
12.11.2008, 11:46
falls es "illegale Lostplace-Caches" sind, kann ich das unterstützen

Da es keine legalen Lost Places-Caches gibt, (...)

Weil? Gibts da eine von der Aufsicht herausgegebene LP-Definition, in der das steht? Kann man das wo nachlesen?

Mogel
12.11.2008, 14:22
Kann man das wo nachlesen?

Steht in diversen Freds, vor allem auf Geoclub.de. Frag jetzt aber bitte nicht nach Links!

yeolino
12.11.2008, 15:17
Da es keine legalen Lost Places-Caches gibt, finde ich die illegalen besonders interessant, sofern man niemanden durch die Suche stört.

"nur unter vorbehalt" wollte ich noch schreiben 8)

gavriel
12.11.2008, 18:03
wer unbedingt illegale Lostplaces besuchen will, kann das ja tun. Das geht, auch wenn es unglaublich klingt, auch ganz ohne Cache :lol:

cezanne
12.11.2008, 20:13
wer unbedingt illegale Lostplaces besuchen will, kann das ja tun. Das geht, auch wenn es unglaublich klingt, auch ganz ohne Cache :lol:

Ich bin alles andere als ein Fan von Lost Places (sowohl mit als auch ohne Cache). Ich denke aber, dass nicht alle Lost Places einer grossen Gruppe bekannt sind (und in der einschlaegigen, gut zugaenglichen Literatur findet sich deutlich mehr ueber Wanderungen als ueber Lost Places und auch bei Wanderungen profitiere ich zumindest oft von den Tipps von Caches).

Hinzu kommt, dass manche Lost Place Caches entsprechend kreativ gestaltet sind (keine Traditionals) und die Abenteuerlust bei recht vielen Cachern ansprechen.
(Ein Beispiel, das mit kuerzlich untergekommen ist, ist dieser Cache http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=5fe76dd3-d800-441d-8baa-ae110bf26ea8&log=y&decrypt=

Was die Legalitaet betrifft, kann ich mir kaum vorstellen, dass es in Oesterreich oder Deutschland legale Lost Place Caches gibt (das wuerde voraussetzen, dass der Grundbesitzer die Erlaubnis fuer sowohl das Verstecken des Caches als auch das Betreten durch Sucher gegeben hat und das wuerde mich schon allein aus Haftungsgruenden sehr ueberraschen).


Cezanne

gavriel
12.11.2008, 20:29
Mein Eindruck ist eher, dass es für die Liebhaber alter Bunker, Fabriken etc. haufenweise Foren und Communities gibt. So unbekannt sind die Sachen nun wirklich nicht, dass man sie nur aufgrund von GC finden würde. Das merkt man spätestens, wenn man über irgendein Objekt (auch im Umfeld von Caches) etwas recherchiert, da landet man auf den abenteuerlichsten Webseiten.

cezanne
12.11.2008, 20:44
Mein Eindruck ist eher, dass es für die Liebhaber alter Bunker, Fabriken etc. haufenweise Foren und Communities gibt.


Je nach Art der Objekte gibt es schon mitunter Quellen (ueber Bunker z.B.), aber diese Communities sind oft nicht so freigiebig mit Informationen. Ueber Wanderungen gibt es jedenfalls typischerweise mehr Informationen und auch solche in Buechern.


So unbekannt sind die Sachen nun wirklich nicht, dass man sie nur aufgrund von GC finden würde.


Nicht nur aufgrund von GC, aber viel leichter durch GC, wenn man nicht speziellen Aufwand treiben moechte (was eher nur Leute machen, fuer die Lost Places eine ganz spezielle Rolle einnehmen, und weniger jene, die sich fuer vieles, und eben auch Lost Places interessieren - die Mehrheit der Cacher, die gerne gut gemachte Lost Place Caches besuchen, die ich kenne, gehoeren nicht zur ersten Gruppe).

Hinzu kommt eben noch, dass bei Caches ein spielartiger Ablauf inszeniert werden kann, was bei einem Besuch ohne Cache nicht moeglich ist (dieser Aspekt spricht besonders viele Cacher an).


Cezanne

yeolino
12.11.2008, 20:56
Was die Legalitaet betrifft, kann ich mir kaum vorstellen, dass es in Oesterreich oder Deutschland legale Lost Place Caches gibt (das wuerde voraussetzen, dass der Grundbesitzer die Erlaubnis fuer sowohl das Verstecken des Caches als auch das Betreten durch Sucher gegeben hat und das wuerde mich schon allein aus Haftungsgruenden sehr ueberraschen).

Genau diese möglichen Probleme möchte ich so weit es geht vorweg ausschliessen.

Ich möchte nur ein geduldetes betreten bis auf Widerruf errreichen. Auf dem Gelände muss sich jeder Cacher (wie eigentlich überall) in eigener Verantwortung bewegen. Falls sich tatsächlich gefährliche Situationen (einstürzende Mauern, herabfallende Dachziegel,...) ergeben könnten, müsste das Gelände sowieso entsprechend abgesichert sein. Es könnten sich ja Kinder auf das Areal verirren und falls z.B keine Absperrungen vorhanden sind ist der Besitzer haftbar.

Es kann auch bei einem T5 Cache der Seilanker brechen und niemand ist dafür verantwortlich. Ausgenommen es wurde bewusst eine Falle gestellt.

Grundsätzlich wird es immer ein Graubereich sein aber für diesen gibt es nach Einhaltung gewisser Vorschriften diverse Versicherungen. (Privat- Haftpflicht des Grundbesitzers)

Falls ich den Cache legen werde muss ich mich auf alle Fälle auf der sicheren Seite fühlen.

ime
12.11.2008, 22:14
Es könnten sich ja Kinder auf das Areal verirren und falls z.B keine Absperrungen vorhanden sind ist der Besitzer haftbar. Echt? Worauf gründet sich diese Haftung?

Grundsätzlich wird es immer ein Graubereich sein aber für diesen gibt es nach Einhaltung gewisser Vorschriften diverse Versicherungen. (Privat- Haftpflicht des Grundbesitzers)
Versicherungen zahlen besonders im "Graubereich" eben nicht.
Im Bereich der Haftpflicht (nicht des Strafrechtes, das hier u.U. durchaus auch anwendbar sein kann) haftet ein "Schädiger" (Kausalität. Schuld etc. vorausgesetzt) nur aufgrund von Gesetz, Vertrag oder Delikt. Wenn keiner dieser drei Punkte zutrifft (und das ist halt einmal der Regelfall) ist natürlich auch der Haftpflichtversicherer leistungsfrei.
In Österreich gilt immer noch das Prinzip: "Jede/r haftet für seinen/ihren eigenen Schaden".

yeolino
12.11.2008, 23:00
Echt? Worauf gründet sich diese Haftung?

Beispiel: Jeder kennt das Schild an Baustellen „Eltern haften für ihre Kinder“. Dies ist hier nicht immer der Fall. Kinder können trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der Eltern schon mal auf eine Baustelle gehen. Dann liegt die Beweislast beim Baustellenbetreiber ob er seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist, z.B. ob ein Zaun aufgestellt ist oder ob die Baustelle in anderer Form abgesichert ist.

Versicherungen zahlen besonders im "Graubereich" eben nicht.

---->nach Einhaltung von Vorschriften,.....

.....gut mit "Graubereich" habe ich alle möglichen Möglichkeiten und Unmöglickeiten etwas unglücklich versucht zu umschreiben.....