PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Geocaching ist eine Extremsportart…..nicht immer, aber......


baumrinde
27.08.2004, 23:26
:shock:
25.08.2004

Geocaching ist eine Extremsportart…..nicht immer, aber immer öfter!

Chronologie einer Erstbecachung … oder wie nennt man das eigentlich?

Wie alles begann:
Schon seit Monaten fiel mir dieser Cache beim Durchsehen der Liste auf; er ist schon 2 Jahre vor Ort und hat noch keinen Besucher gehabt!
Noch dazu in den geliebten Bergen, in einer mir nicht ganz unbekannten Gegend.
Schnell einmal die Beschreibung durchgelesen, da gab es schon mal eine ziemliche Verwirrung! Das soll sich am besten jeder selber mal durchlesen, auf alle Fälle stimmt da was nicht, vor allem wenn man sich die ganze Anleitung in die Karte überträgt und die Höhe usw. kontrolliert!
Soweit so gut, es gab ja eine Vermutung wo der Fehler liegt!
Auf alle Fälle mehr als genug Motivation für baumrinde diese „Nuss“ zu lösen!
Mittlerweile haben sich zwei „NOT FOUND“ logs zum Cacheblatt gesellt, was natürlich Zweifel aufkommen lässt!

OK, man fährt nicht extra ins Gemüse, man wartet auf eine Kombigelegenheit.
Dann war es so weit, ich war beruflich in der Steiermark und auf dem Rückweg nach Linz(natürlich viel später als erwartet), aber was soll’s, zumindest hat der starke Regen aufgehört! Von der Autobahn zum Gleinkersee hab ich mich dann 3 mal verfahren (peinlich, peinlich); dachte mir schon, dass das ein Zeichen sein soll, den Cache nicht zu suchen, hab aber dann doch das Fahrzeug am Seeparkplatz abgestellt, Businessgewand ausgezogen, hinein in die Sportdress und ab die Post!

Start genau um 18h17’ bei doch recht düsteren Verhältnissen; gleich einmal vorbei am Schild „Dümmler Hütte 2 h“ ; aha es könnte finster werden, aber die Stirnlampe ist ja dabei, Hauptsache kein Regen!
Der Steig durch den so genannten Seegraben ist aufgeweicht, rutschig und mühsam, etwas langsamer als gewohnt komme ich voran; ein Jäger ruft mir vom See noch unverständliche Worte nach (irgendwas mit Gams und schnell…).
Im Wald wird es immer dunkler und ich denke bereits an meine Stirnlampe, auch ein bissl Donnergrollen ist hörbar.

600 Hm weiter komme ich an die Kreuzung, wo der geplante Rückweg zum Parkplatz einmündet, ernsthaft denke ich daran, gleich wieder hinunter zu gehen, da auch das Donnern merklich lauter wird und die Dunkelheit ein beachtliches Maß angenommen hat!
Immer wieder zucken auch Blitze über den Himmel, aber das Gewitter scheint nicht in unmittelbarer Nähe!
Jetzt schlägt mein Kämpferherz, welches die Cachenähe spürt und an Aufgeben nicht denken möchte! OK, weiter geht’s, vorbei an der Dümmlerhütte; ein paar Augen schauen mich aus der Hüttenküche ungläubig an, ich denke nicht daran einzukehren, und laufe weiter Richtung „Hüttenkreuz“. Es ist jetzt 19h 29’, ich stehe beim Hüttenkreuz und denke an den vermutlichen Fehler in der Cacheanleitung!

Kurz aufgeschaut - Situation im Gelände mit der Karte verglichen, vermutliche Cachelocation angepeilt und ab ins weglose Gelände. Juhuuu! Anfangs kann man mit viel Fantasie noch so etwas wie einen Weg erkennen - doch dieser endet bald zwischen Steinen, Bäumen und Latschen. Das drohende Gewitter hat sich nunmehr beängstigend genähert, minütlich zucken jetzt die Blitze über den Himmel und der Donner lässt auch nicht auf sich warten. Die ersten Regentropfen sind spürbar. Doch ein paar Tropfen auf meiner erhitzten Haut tun wohl. Der offizielle Sonnenuntergang ist lt. GPS zwar noch ca. 15 min weit weg, ob der Wettersituation ist es aber beinahe dunkel geworden!

Das GPS zeigt noch 150 m bis zum vermutlichen Cacheplatz, als ich das erste Mal ziemlich in den Latschen feststecke und nur durch einen erheblichen Umweg dem Cache etwas näher komme; teilweise auf allen Vieren kämpfe ich mich weiter.
Jetzt ca. 60 m vor dem Cache scheint das endgültige Aus gekommen zu sein, das Gewitter ist fast direkt über mir, obwohl es immer noch kaum regnet und hier auf fast 1600 m Meereshöhe ist es im doch offenen Gelände nicht ganz ungefährlich; wieder überlege ich umzukehren und den schnellsten Weg zurück zur Hütte zu suchen, aber irgend etwas lässt mich ausharren; vermutlich weil das GPS nur mehr 50 m Entfernung anzeigt und die bisherige Mühe nicht umsonst gewesen sein sollte!

Jetzt beginnt der echte Kampf mit den Latschen, einmal auf dem Bauch robbend unten durch, dann wieder mit Kletterei oben darüber; so geht es ca. 30 m in einer Zeit von 15 min dahin, viele Male bin ich mit Rucksack und Gewand an den Ästen hängen geblieben, auf dem Rücken gelegen, mit den Beinen eingeklemmt zwischen Steinen und Latschen festgesessen und habe leicht verzweifelt gegen den nächtlichen Gewitterhimmel geschaut!

Doch dann ca. 20 m lt. GPS vom Cache entfernt, lichtet sich der Latschenwald und man kommt zu einem markanten Steinhaufen; eigentlich ein idealer Versteckplatz, allerdings blieb die Suche an diesem Ort erfolglos, und ich denke an falsche Schlussfolgerungen in meinem Gehirn!

OK, ich geh noch ein Stückchen weiter, schließlich weist mich das GPS ja noch ca. 10 m weiter, obwohl ich, den GPS Fehler eingerechnet, schon richtig sein könnte!
Jetzt geht’s auch mit dem Regen richtig los, das Gewitter ist zentral über mir, und eine gewisse Verlorenheit macht sich in meiner Gefühlswelt breit!

Instinktiv haste ich ein paar Meter weiter, vor mir plötzlich ein Felsendach, welches Schutz für gut 5 Menschen bieten könnte; ich hechte mich förmlich unter das „Dach“, komme im Trockenen zu liegen und traue meinen Augen nicht als direkt neben mir die Cachedose in einer Nische deutlich sichtbar dasteht!

JA, ich hab es also wirklich geschafft, zumindest was die Cachesuche betrifft; nach über zwei Jahren ist das Gute Stück wieder in den Händen eines Menschen; geduldig und unbeschadet hat es hier auf 1600m zwei Wintern getrotzt um auf den ersten Finder zu warten.
Ich setze meine Stirnlampe auf um etwas mehr zu sehen und versuche meinen Puls etwas herunter zu bringen. Ich öffne die Dose und betrachte den Inhalt; alles in hervorragendem Zustand; sogar der Kuli schreibt noch, ich kritzle ein paar Worte, lege eine Figur (Bär) in die Dose, verschließe alles fein säuberlich und trage mich kurz mit dem Gedanken, die Nacht hier an diesem geschützten Platz zu verbringen!

Doch das Gewitter beginnt abzuziehen und kurz sehe ich sogar die Dümmlerhütte in der Abenddämmerung zwischen den Wolken ca. 100 Hm unter mir auftauchen!
OK, bis zur Hütte zurück sollte es doch kein Problem sein, dachte ich und machte mich auf den Weg nach unten; immer wieder schicke ich auch wie schon einige Male zuvor Stoßgebete zum Himmel, da wohl ohne göttliche Hilfe dieser Trip nicht unbeschadet zu schaffen ist!
Abwärts durch die Latschenzone geht es auch nicht besser als bergauf, eher gefährlicher, da es ja jetzt fast ganz dunkel ist, die Stirnlampe nur wenig Licht gibt und der starke Regen das Terrain noch erschwert hat!

Dann ein zu langer und tiefer Schritt und eine alte Knieverletzung wird wieder akut, kurzfristig schmerzt das Knie sehr stark, aber Gott sei Dank wird es schnell wieder besser!
Ich laufe am Hüttenkreuz vorbei, welches nur mehr eine halbe Christusfigur trägt und komme auf die Wiese vor der Hütte; die nächste Gewitterfront ist herangezogen und lässt es wieder gefährlich über mir blitzen, der Regen ist wieder sintflutartig und ich sprinte Richtung Hütte.
Ob meiner Stirnlampe bin ich für die Leute in der Hütte sicher gut sichtbar und man wird mich erwarten, denke ich; da aber Einkehren in die Hütte doch etwas verweichlicht wäre, laufe ich vorbei und verschwinde 200 m weiter unten im schützenden Wald!

700 Hm sind jetzt abwärts noch zu bewältigen, normalerweise eine Angelegenheit für 30 min, allerdings nicht bei Dunkelheit und einem Wanderweg, der sich mittlerweile in einen Wildbach verwandelt hat.
Ich „schwimme“, gleite und rutsche mehr talwärts als dass ich laufe und oftmalige Stürze sind obligatorisch! Zwischendurch telefoniere ich noch mit sternfänger und gebe bekannt, dass alles in bester Ordnung sei!
In einer Spitzkehre rutsche ich aus und fliege wie über eine Schanze talwärts, Gott sei Dank ohne Verletzung, so geht es weiter und weiter und weiter - bis ich endlich den Parkplatz am See erreiche und völlig nass, müde, verdreckt, aber glücklich am Auto lehne!
Es ist jetzt 20h 56’, ich zerre die nasse Kleidung vom Körper, ziehe ein paar trockene Sachen über und mache mich auf den Heimweg, welcher unproblematisch verläuft!

Diese Geschichte soll alle ermutigen, niemals aufzugeben, es gibt immer einen Weg zum Ziel auch wenn es „nur“ ein Geocacheversteck sein sollte!

baumrinde

RedHunters
29.08.2004, 00:30
ich ziehe den hut (kapperl) vor dieser leistung und hoffe
auch bald mal dazu zu kommen diesen cache zu suchen.

Stefan

PlanetEarth
29.08.2004, 14:49
Das klingt ja nach einem wirklich tollen Abenteuer! Und einen Cache zu finden, der bereits 2 Jahre dort liegt, ist schon eine Super-Leistung. Gratulation dazu!

Mich als Wanderführer hat nur ein wenig die Beschreibung des Gewitters erschreckt. Das sah mir schon recht gefährlich aus. Und Gewitter sollte man nie unterschätzen. Ich drehe da im Zweifel lieber um (was auch viel Härte erfordert, wenn man seinem Ziel schon sehr nahe ist) und versuche es am nächsten Tag oder späteren Zeitpunkt erneut. Denn da stimme ich wieder mit dir überein: Aufgegeben wird nie (max. verschoben) :wink:

lg, PlanetEarth

peter61
30.08.2004, 22:57
Auch ich möchte noch einmal offiziell gratulieren.
Nachdem ich einer der beiden DNF-Logger war, kann ich mir sehr gut vorstellen was baumrinde vor Ort erlebt hat. Ich hatte mit dem Wetter noch Glück, bei mir hat es nur nach Schlechtwetter ausgesehen.
Ich kann baumrinde nur zustimmen, was die Genauigkeit der Angaben angeht. Die angegeben Höhe stimmt einfach um ca. 100 Meter nicht, wie immer diese auch gemessen wurde. Das lässt natürlich auch ein bischen an den anderen Angaben zweifeln. Diese dürften aber anscheinend halbwegs stimmen, sonst hätte er den Cache wohl nicht gefunden. Ich bin an den Latschen gescheitert. Ich wollte mich einfach nicht "durchkämpfen", weil es mir nicht plausibel genug erschien. Zuhause habe ich meine Berechnung nochmals durchgeführt und festgestellt das ich mich zudem auch noch beim Cachestandort vertan hatte.
Was mich aber eigentlich mehr geärgert hat, bzw. immer noch tut, ist, das der Cacheowner, trotz persönlicher Mail, nicht geantwortet hat. Vielleicht liegt es aber auch nur an der "Sommerzeit".
Jetzt, da ich weiss, das es den Cache auch wirklich gibt, ist die Motivation noch einmal hinzufahren noch grösser.

Peter

Nußknacker
31.08.2004, 00:17
meine hochachtung "baumrinde", an dir ist ein schriftsteller verloren gegangen! du hast dein erlebtes wunderbar wiedergegeben, sicher ein unvergessliches abenteuer!!!!!! :lol:

lg. manfred

linilois0
31.08.2004, 14:38
Gratulation , hatte diesen cache auch auf meiner Liste, wäre aber bei mir sicher nur ein DNF draus geworden. Ja das sind die wahren Geocacher, trotzen Wind und Regen und ungenauen Angaben.
Gruesse Lois

landy_110
31.08.2004, 16:02
An peter61, anscheinend hab ich deine mail nicht bekommen bzw. hat unser spamfilter vielleicht gefressen, außer du hast eine email addresse mit sport-balzer.de oder so ähnlich auf diese hab ich geantwortet daß ich die koordinaten inzwischen ausgebessert habe.(keine ahnung warum die nicht ganz richtig waren). übrigens bin ich auch durch/unter/drüber die latschen gekrochen. (dachte es soll nicht zu leicht sein)

cezanne
31.08.2004, 16:33
An peter61, anscheinend hab ich deine mail nicht bekommen bzw. hat unser spamfilter vielleicht gefressen, außer du hast eine email addresse mit sport-balzer.de oder so ähnlich auf diese hab ich geantwortet

Diese e-mail Adresse gehoert Bundy (ein Hesse, der seit vielen Jahren in der Steiermark urlaubt) - er war schon vor peter61 zugange.


Cezanne

BeVeMa
31.08.2004, 16:56
Auch meine Gratulation geht an baumrinde.

Es war ja schon sehr optimistisch, nach 2 Jahren überhaupt noch an die Existenz des caches zu glauben.

Dazu eine Frage: wenn 2-3 erfolglose Cacher energisch genug sind, kann so ein cache ja eigentlich ohne Zutun des Owners oder sogar gegen seinen Willen auf 'Temporary disabled' gesezt werden , oder nicht ?

Zugegebenermassen bin ich meistens genauso verrückt wie 'baumrinde', wenn ich nur mehr ein Stück von cache entfernt bin, und das Wetter umschlägt.

Die Härte von PlanetEarth habe ich leider nicht, dann dem gesunden Menschenverstand zu folgen, und abzubrechen / umzukehren.

In der Steiermark vor ein paar Wochen hat es mich dann aber richtig erwischt. Am Weg zum Stage2 vom 'Golden Lake', der jenseits von 2200 Hm liegt, hat mich und meine 2 Kinder (fünf und neun) ein Gewitter 400m vorm Micro in die Flucht geschlagen. Und ich kann euch sagen, wenn oberhab der Baumgrenze ein Wolkenbruch losgeht, die ersten Blitze in 200m Entfernung einschlagen, man ist mit Kindern am Berg und es ist keine Hütte / kein Unterstand weit und breit:

Es wird einem doch anders, man vergisst völlig aufs Cachen, und ist schon fast mit dem heil Überstehen der Situation völlig ausgelastet :cry: .

Wir haben uns dann 200 m talwärts verzogen (haha, von 2300m auf 2100m), und in einem Steinfeld unter einer Rettungsfolie den Regen abgewartet. Tropfnass waren wir trotz unserer Regenjacken, den Kindern war klarerweise kalt auch, aber wir sind weiter talwärts gegangen. Ein vorher getroffener anderer Wanderer (der sich noch ganz sicher war, das KEIN Gewitter kommen wird :wink: ) hat der Gendarmerie unser Auto gemeldet, die hat meine Eltern in Wien angerufen, und so meine Handynummer bekommen.

Kaum waren wir wieder im Netzbereich (war netzloser Raum auch noch, wie zu erwarten), rief die Gendarmerioe an, wie es uns ginge, ob alles in Ordnung sei. Wir haben dann ein Treffen bei der ersten befahrbaren Forststrasse ausgemacht, und weitere 200hm tiefer sind wir dann ins Auto gestiegen.

Dieses Mal war's noch 'Ende gut, alles gut'.

Aber wenn (ich damals / baumrinde hier):

-) man sich bei einer der Rutschpartien den Kopf anstösst und bewusstlos ist
-) man sich ein Bein beim Durchklettern der wilden Gegenden bricht

und keiner weiss, wo man unterwegs ist?
und es gibt kein Handynetz / man hat keines / mit ?

Dann steigen die Chancen, mit bravourösen Cache-Aktionen im Lokalteil der Kronenzeitung zu enden, ziemlich auf '1'.

Oder bei umsichtiger Routenwahl, und etwas niedrigeren Nachttemperaturen ein Überraschungsfund nach der nächsten Schneeschmelze zu sein (wenn es noch Winter in Österreich geben sollte :twisted: ) .

Nachdem kein 'erhobener Zeigefinger' von PlanetEarth gekommen ist (und ich habe soo damit gerechnet :wink: ),
mache ich halt' den Moralapostel 8) .

Keep on struggling, Martin

PlanetEarth
31.08.2004, 18:26
Nachdem kein 'erhobener Zeigefinger' von PlanetEarth gekommen ist (und ich habe soo damit gerechnet :wink: ),
mache ich halt' den Moralapostel 8) .
Von erhobenem Zeigefinger halte ich überhaupt nichts, ich fühle mich nur manchmal bemüßigt meine 0,02 Euro dazuzugeben... :wink:

Aber wenn (ich damals / baumrinde hier):

-) man sich bei einer der Rutschpartien den Kopf anstösst und bewusstlos ist
-) man sich ein Bein beim Durchklettern der wilden Gegenden bricht

und keiner weiss, wo man unterwegs ist?
und es gibt kein Handynetz / man hat keines / mit ?

Dann steigen die Chancen, mit bravourösen Cache-Aktionen im Lokalteil der Kronenzeitung zu enden, ziemlich auf '1'.

Oder bei umsichtiger Routenwahl, und etwas niedrigeren Nachttemperaturen ein Überraschungsfund nach der nächsten Schneeschmelze zu sein (wenn es noch Winter in Österreich geben sollte ) .
Vor einer Tour ist es sinnvoll dem/der HüttenwirtIn im Tal oder der Ehefrau, dem Ehemann oder der Freundin, dem Freund oder den Eltern oder sonst wem schriftlich die Information zu hinterlassen: wer (Anzahl der Personen) unterwegs ist, was man vorhat, welchen Weg man nimmt und wann man zurück sein will. Und um welche Uhrzeit bei Nichtmelden die Bergrettung verständigt werden soll.

Und wenn ich unterwegs auf eine Hütte komme trage ich mich gleich (nachdem ich ein Bier bestellt habe :wink: ) ins Hüttenbuch ein. Das hat nämlich auch diese Funktion...

lg, PlanetEarth

Angelcom
31.08.2004, 19:45
Chronologie einer Erstbecachung … oder wie nennt man das eigentlich?

FTF First find

Gratuliere und vielen Dank, jetzt hab ich es für Silvia schwarz auf weiss (ich habs ausgedruckt) dass ich
a) nicht der einzige Verrückte bin
b) Briefe werden aufgegeben....

Weiterhin viel Spaß beim geocachen.

BeVeMa
01.09.2004, 15:48
Nachdem kein 'erhobener Zeigefinger' von PlanetEarth gekommen ist (und ich habe soo damit gerechnet :wink: ),
mache ich halt' den Moralapostel 8) .
Von erhobenem Zeigefinger halte ich überhaupt nichts, ich fühle mich nur manchmal bemüßigt meine 0,02 Euro dazuzugeben... :wink:

Aber wenn (ich damals / baumrinde hier):

-) man sich bei einer der Rutschpartien den Kopf anstösst und bewusstlos ist
-) man sich ein Bein beim Durchklettern der wilden Gegenden bricht

und keiner weiss, wo man unterwegs ist?
und es gibt kein Handynetz / man hat keines / mit ?

Dann steigen die Chancen, mit bravourösen Cache-Aktionen im Lokalteil der Kronenzeitung zu enden, ziemlich auf '1'.

Oder bei umsichtiger Routenwahl, und etwas niedrigeren Nachttemperaturen ein Überraschungsfund nach der nächsten Schneeschmelze zu sein (wenn es noch Winter in Österreich geben sollte ) .
Vor einer Tour ist es sinnvoll dem/der HüttenwirtIn im Tal oder der Ehefrau, dem Ehemann oder der Freundin, dem Freund oder den Eltern oder sonst wem schriftlich die Information zu hinterlassen: wer (Anzahl der Personen) unterwegs ist, was man vorhat, welchen Weg man nimmt und wann man zurück sein will. Und um welche Uhrzeit bei Nichtmelden die Bergrettung verständigt werden soll.

Und wenn ich unterwegs auf eine Hütte komme trage ich mich gleich (nachdem ich ein Bier bestellt habe :wink: ) ins Hüttenbuch ein. Das hat nämlich auch diese Funktion...

lg, PlanetEarth

Da habe ich mir leider eine der schlechtesten Gegenden ausgesucht:

-) langer Anmarsch zum eigentlichen Berg (3h), perfekt für Kinder, die klettern wollen :cry:

-) keine Hütte unterwegs

-) kein Notunterstand weit und breit

-) kein Handynetz

So gesehen ist das Wandern in Tirol viel sicherer.

Lifte bis > 2000m halten zwar nicht die Halbschuhtouristen fern (Obwohl ich schon gerne mal ein kesses Mädchen im Minirock mit hochhackigen Schuhen und Netzstrümpfen dort treffen täte, aber das sind wohl nonurban legends, die nicht aussterben :wink: ) (Und jetzt nicht flamen bitte, man wird doch noch chauvinistisch tagträumen dürfen :roll: , oder ?), aber sie helfen sehr gut, die Kraft zu sparen für den interessanten Teil der Bergtour. Und falls man vorzeitig schlapp wird, kann man ja wieder (mit gesenktem Kopf :cry: ) talwärts fahren.

Im Stubaital gibt es viele tolle hochalpine Wanderrouten, aber alle haben in 1-2 Stunden Abstand eine Hütte, und jenseits der Baumgrenze gibt es mangels Hütte Notquartiere :P .

Dazu eine Frage:
Beim Deja-Vu habe ich so einen Notquartier-Container gesehen.
Abgesperrt mit Zahlenschloss.

Bekommt man die Codes auf Anfrage, oder gibts da eine Liste, oder wie?
(ÖAV-Member bin ich)

TIA, Martin

PlanetEarth
01.09.2004, 16:01
Beim Deja-Vu habe ich so einen Notquartier-Container gesehen. Abgesperrt mit Zahlenschloss.

Bekommt man die Codes auf Anfrage, oder gibts da eine Liste, oder wie?
(ÖAV-Member bin ich)
Gibts da noch einen Deja-Vu? Ich kenn nämlich nur den am Kahlenberg, und da kann ich mir Bergnot beim besten Willen nicht so ganz vorstellen :wink:

Was die Biwak-Schachteln betrifft (so heißen die Container), so sollten sie meines Wissens immer offen sein. Es ist schwer vorstellbar, dass man mit letzter Kraft oder im Gewitter an einem Zahlenschloss hantieren soll. Ich vermute es handelt sich bei dem von dir beschriebenen Objekt um was anderes (vielleicht eine Messstelle, Privatdepot etc.) ...?

NB: Biwak-Schachteln sind auch in Wanderkarten eingezeichnet (so wie Schutzhütten). Z.B die bekannteste hier in der Gegend: die Fleischer-Biwak-Schachtel am Hochschwab. Biwak-Schachteln stehen allen Personen unabhängig von der Mitgliedschaft bei einem Alpin-Verein zur Verfügung ebenso wie Schutzhütten!

lg, PlanetEarth

BeVeMa
01.09.2004, 16:28
Gibts da noch einen Deja-Vu? Ich kenn nämlich nur den am Kahlenberg, und da kann ich mir Bergnot beim besten Willen nicht so ganz vorstellen :wink:

Was die Biwak-Schachteln betrifft (so heißen die Container), so sollten sie meines Wissens immer offen sein. Es ist schwer vorstellbar, dass man mit letzter Kraft oder im Gewitter an einem Zahlenschloss hantieren soll. Ich vermute es handelt sich bei dem von dir beschriebenen Objekt um was anderes (vielleicht eine Messstelle, Privatdepot etc.) ...?

NB: Biwak-Schachteln sind auch in Wanderkarten eingezeichnet (so wie Schutzhütten). Z.B die bekannteste hier in der Gegend: die Fleischer-Biwak-Schachtel am Hochschwab. Biwak-Schachteln stehen allen Personen unabhängig von der Mitgliedschaft bei einem Alpin-Verein zur Verfügung ebenso wie Schutzhütten!

lg, PlanetEarth

Der Container steht nahe bei einem Stage (wenn ich mich recht entsinne, sogar ziemlich nahe :twisted: ), und Du hast recht , ich meine einen Hausberg. Aber es ist nicht der Kahlenberg, sondern der Exelberg vor der Sofienalpe :D .

Wer dort in Not geraten sollte, war mir auch nicht klar...


Regards, Martin

theplank
01.09.2004, 17:29
die vermeintliche biwakschachtel ist, soweit ich mich erinnere, eine xxx-1. hilfe station.
habe d'ehre und bis später
the plank

gavriel
06.09.2004, 01:31
Du schreibst dass die Angaben falsch sind in der Beschreibung. Macht der Owner Anstalten, sie auszubessern?
Wenn nicht, könntest Du meiner Meinung nach im Log ruhig deutlicher ausführen, was falsch ist. Immerhin kommt man mit den falschen Angaben anscheinend in recht ungutes Gelände

Gavriel

peter61
06.09.2004, 22:25
Naja, es stimmt zumindest die Höhe nicht. Diese ist um ca. 70 Meter falsch. Die Hütte selber befindet sich auf 1495m. Das Gebiet des Caches liegt auf einem kleinen Plateau, das meines Erachtens nach nicht viel höher ist, als die Hütte selber. Es sind sicher nicht die in der Beschreibung angegebenen 70 Höhenmeter. Ob die restlichen Angaben stimmen, kann ich leider nicht sagen, da ich derjenige war, der vor baumrinden den DNF gelogged hat. baumrinde wird uns aber sicher mitteilen können ob der Fundort mit der Beschreibung zumindest soweit übereinstimmt.

Peter

BeVeMa
07.09.2004, 11:22
Chronologie einer Erstbecachung … oder wie nennt man das eigentlich?

FTF First find

Gratuliere und vielen Dank, jetzt hab ich es für Silvia schwarz auf weiss (ich habs ausgedruckt) dass ich
a) nicht der einzige Verrückte bin
b) Briefe werden aufgegeben....

Weiterhin viel Spaß beim geocachen.

Und der Herr Besserwisser / i-Tüpferl-Reiter sagt dazu:

First Time Find

Cya, Martin

Gert
07.09.2004, 11:33
Und der Herr Besserwisser / i-Tüpferl-Reiter sagt dazu:

First Time Find
Da reite ich gleich mit:
Es heißt nämlich First To Find :twisted: :twisted: :twisted:

SCNR,
Gert

BeVeMa
07.09.2004, 12:00
Und der Herr Besserwisser / i-Tüpferl-Reiter sagt dazu:

First Time Find
Da reite ich gleich mit:
Es heißt nämlich First To Find :twisted: :twisted: :twisted:

SCNR,
Gert

Na gut, überredet.

Und was ist SCNR?

Und was heisst TNLNSL?

Der 'Vagabund' schreibt das manchmal, und ich kenne nur TNLN.

TIA, Martin

(damned TLA / FLA's :wink: )

Gert
07.09.2004, 12:29
Und was ist SCNR?
"Sorry Could Not Resist" und sollte meinen unwiderstehlichen, innerlichen Drang wiederspiegeln, mein oberlehrerhaftes Besserwissen zu demonstrieren :twisted:

Und was heisst TNLNSL?
...and Signed Log!

Gert

linilois0
07.09.2004, 14:14
Hi ihr Kuerzelfreaks,
ich habe FTF mit Found The First uebersetzt und dann auch gleich ein FTS eingefuehrt als ich nicht der FTF war :D
lois

baumrinde
07.09.2004, 18:06
Naja, was ist jetzt falsch an der Cachebeschreibung? :(
Wenn man das macht, was in der Beschreibung steht, dann würde sich der Cache auf ca. 1750m :? und nicht wie beschrieben auf 1565m befinden!

"Gehe zu den Koordinaten und peile 222° und ca. 300m...." :?:

Gehe zu den Koordinaten stimmt :!: , und dann nichts mehr, weil dann bist Du dort wo Du hinwillst! :wink:

cu
baumrinde

BS/2
11.09.2004, 22:06
wenn es noch Winter in Österreich geben sollte :twisted:

Zu dem Thema (siehe die ersten drei Logs):
hinter hinter her (http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=44c1fee5-aed5-47ac-8bed-3c4b7ac03fb2)
Ich hab da nicht so wirklich Sorgen... :D

BS/2

baumrinde
12.09.2004, 19:31
Ja, ich wollte allen die hier gepostet haben, egal in welche Richtung danken!
Natürlich haben mich die Gratulationen sehr gefreut, allerdings waren die kritischen Stimmen für mich auch sehr lehrreich und zukunftsweisend!
Ich weiß auch, dass sich manche, um nichts negatives zu sagen einfach der Stimme enthalten haben, die jenigen möchte ich hiermit ermutigen ruhig offen die eigene Meinung zu sagen, baumrinde ist dankbar für jede Meinung!
bis bald....